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Dominant zum Titel: Rennsport Online siegt in der DSTM

Die erste Meisterschaft ist perfekt! Nach einem halben Jahr voller packender, enger und abwechslungsreicher Rennen, sichert sich Tobi den Fahrertitel und gemeinsam mit seinem Bruder Alex zudem auch den Sieg in der Teamwertung der Deutschen SimRacing Tourenwagen Meisterschaft (DSTM), veranstaltet vom SimRacing Deutschland e.V.! Als wären diese beiden Titel nicht genug, landeten zudem mit Christopher und Nils sowie Elmar und Thomas zwei weitere Rennsport Online-Teams auf den Podestplätzen der Gesamtwertung!

Dieses tolle Gesamtergebnis ist vor allem deshalb so hervorzuheben, da die Saison für unsere beiden Flying Twins alles andere als gut begann. Die DSTM ist dabei mit über 80 Fahrern und zehn Rennwochenenden insbesondere in der Spitze sehr kompetitiv und durch das Format der Rennen zudem einem gewissen Zufallsfaktor ausgesetzt. Nach einem kurzen 20-minütigen Sprintrennen, zu dem die Startpositionen über ein Qualifying ermittelt werden, folgt das 60-minütige Hauptrennen, für welches das Rennergebnis des Sprintrennens zur Startaufstellung herangezogen wird. Der Clou: die ersten zwölf des Sprintrennens starten in umgekehrter Reihenfolge in das Hauptrennen. Dadurch ergeben sich nicht nur enge Rennsituationen, sondern v.a. auch echte strategische Herausforderungen.

PosFahrerStartsDNFPolesSiegePunkte
1Tobias Czerny180471.647,88
2Alex Czerny180111.534,80
3Christopher Dittmann201111.388,70
4Elmar Erlekotte200101.385,02
7Nils Carstensen200001.175,65
9Thomas Lifke181101.113,70

Top: alle sechs RSO-Piloten beendeten die Saison in den Top10 der Fahrerwertung

PosTeamFahrerStartsDNFSiegePunkte
1Team RSO - Twin TurboTobias Czerny
Alex Czerny
36083.182,68
2Team RSO - Double ClutchChristopher Dittmann
Nils Carstensen
40112.716,35
3Team RSO - Liquid EnergyElmar Erlekotte
Thomas Lifke
38102.603,96
4Team Heusinkveld IChristian Kiewitt
Marcel Tie
32232.517,64

Dominanz: dreimal Team RSO auf den ersten drei Plätzen der Teamwertung

Stotterstart: aus diversen Gründen verlief der Saisonstart stockend

Gleich zum Saisonauftakt wuchs die Herausforderung für die späteren Meisterschaftssieger: Alex musste das Rennwochenende auf der legendären Ardennenachterbahn in Spa-Francorchamps aus beruflichen Gründen aussetzen. Sein Bruder holte dennoch das Beste für Team RSO Twinturbo heraus, indem er sich im mit 62 Fahrern stark besetzten Feld in beiden Rennen das Podium sicherte. Christopher verpasste eben dieses jedoch im zweiten Rennen mit Rang vier nur knapp. Nils und Thomas hatten etwas weniger Glück, denn beide kollidierten im Hauptrennen wegen eines Missverständnisses miteinander, konnten jedoch ihre Autos noch ins Ziel bringen.

Angesichts des durchwachsenen Auftaktwochenendes, versprach der zweite Saisonlauf in Senna's Wohnzimmer direkt nach der Qualifikation ein voller Erfolg zu werden, denn alle sechs Fahrer waren unter den besten 13. Jedoch wurde diese Hoffnung direkt nach dem Start auf dem Autódromo José Carlos Pace in Interlagos etwas gedämpft, da Tobias im Senna-S auf Position drei liegend gedreht wurde und das gesamte Feld aus 61 Fahrern passieren lassen musste. Am Ende der ersten 20 Minuten standen dann nur derer fünf RSO-Fahrer in den Top10. Dabei verpasste Nils als erster der fünf das Podium nur knapp und wurde vierter. Tobias konnte sich noch auf Platz 32 vorkämpfen; zugleich sein Starplatz für Lauf zwei. Das Hauptrennen wurde dabei geprägt, von vielen Kollisionen und Hektik. Nach 60 Rennminuten, schafften daher nur vier der sechs RSO-Piloten in die Top10. Elmar und Thomas fielen nach Kollisionen weit zurück und ausgerechnet Tobi konnte sich aus allem heraushalten und profitieren: bis auf Rang vier kämpfte er sich nach vorne! Spätestens mit dieser Vorstellung unterstrich er früh in der Saison seine Meisterschaftsambitionen.

Proppevoll: über 60 Piloten gingen in der DSTM-Saison 2017/1 an den Start

Der Beginn der Aufholjagt: Nach diesem Kontakt war Tobi am Ende des Feldes, fuhr sich jedoch im Hauptrennen wieder bis Rang vier nach vorne!

Lauf drei führte das DSTM-Feld dann in die USA auf die Buckelpiste von Sebring: Während Alex die Saison inzwischen voll in Angriff nehmen konnte, musste dieses Mal Tobi aussetzen und buchte damit ebenfalls früh in der Saison sein Streichergebnis. Doch auch für die verbliebenen fünf RSO'ler verlief das Wochenende nicht wie erhofft. Auf der holprigen Strecke war die Dominanz der Ford GTs nicht zu durchbrechen und einzig Alex mit seinem McLaren MP4-12 GT3 konnte mit der Spitzengruppe mithalten; mehr als die Ränge sieben und sechs konnte jedoch auch er nicht erzielen.

Die Blicke richteten sich daher schnell auf das nächste Rennen in Laguna Seca: alle sechs Piloten konnten sich zunächst innerhalb der ersten 15 Positionen qualifizieren. Vor allem Meisterschaftsanwärter Tobi, setzte nach seiner Rückkehr direkt ein Ausrufezeichen und sicherte sich die erste Pole des Jahres. Im Sprintrennen setzte er diese unbeschwert in den ersten Saisonsieg um. Trotz dem daraus resultierenden Startplatz zwölf für das Hauptrennen, krönte er sein perfektes Rennwochenende mit dem erneuten Laufsieg, bei dem er die schnellste Rennpace mit einer super Strategie paarte und bei der Runde der Boxenstopps den Grundstein für den Sieg legte. Ebenfalls nennenswert, war das harte Manöver in der letzten Kurve des Rennen, mit dem sich Thomas ebenfalls noch auf das Treppchen bugsierte.

In Rauch aufgegangen: auch in Laguna Seca radierte ein heftiger Startcrash einige Hoffnungen aus

Im Land der aufgehenden Sonne, begann das fünfte Rennwochenende der Saison gleich einmal mit einem bedauernswerten Ereignis: mit dem Pure Racing Team zog sich einer der Hauptkonkurrenten aus der Meisterschaft zurück und hinterließ eine große Qualitätslücke in der DSTM. Unbeeindruckt davon, setzte Tobi seine starken Auftritte fort und sicherte sich Rang zwei im Sprintrennen, während Alex mit Rang vier nur knapp am Podest vorbei schrammte. Die restlichen vier erwischten hingegen keinen guten Start in das Rennwochenende und landeten außerhalb der Top10, Nils gar nur auf Rang 29. Auf dem fahrerisch anspruchsvollen Suzuka Circuit gelang Tobi, vor Alex dann jedoch ein Doppelsieg im Hauptrennen, der die Japan-Reise insgesamt sehr erfolgreich abrundete.

Enger Brüderkampf um den Titel: Zur Saisonhalbzeit lieferte sich Tobi und Alex ein heißes Duell um den DSTM-Fahrertitel

Halbzeit: Die Aufholjagt lief auf vollen Touren

Gleich zu Beginn der zweiten Saisonhälfte kam ein echtes Experiment auf den DSTM-Tross zu: im altehrwürdigen Parco di Monza wurde das Autodromo Nationale ohne die erste Schikane gefahren, woraus eine echte Vollgaspassage entstand, welche die Hochgeschwindigkeitsqualitäten der fünf unterschiedlichen GT3-Fahrzeuge brutal offenlegte. Im einzien RSO-McLaren, setzte Alex daher die Stärken seines britischen Renners exzellent um und sicherte sich die Poleposition. Im Sprintrennen, vergab er dann jedoch die Siegchance durch einen kleinen Kontakt im Kampf um den Sieg. Im Hauptrennen zeigte er dann wieder eine starke Vorstellung und steuerte abermals auf den Sieg zu, verlor jedoch auch diese Chance, nachdem er kurz vor Rennende auf einer Bodenwelle die Kontrolle über seinen McLaren verlor.

Anpfiff zur zweiten Saisonhälfte: Im könglichen Parco di Monza ging der DSTM in den zweiten Teil der Saison

Zum siebten Saisonlauf in Brands Hatch war es dann wiederum Tobi, der sich mit einem überlegenen Start-Ziel-Sieg am besten für Rennsport Online in Szene setzen konnte, doch auch die anderen fünf Piloten schafften im Sprintrennen den Sprung in die Top12. Und so konnten sich Christopher, Elmar und Nils gleich zum Start vom Feld absetzen, als es kurz hinter ihnen zu einem größeren Unfall in der Spitzengruppe kam. Ebenfalls involviert: die zu diesem Zeitpunkt der Saison größten Meisterschaftskontrahenten, das Team Heusinkveld, sowie Thomas. Aufgrund der sehr unterschiedlichen Boxenstrategien wurde es dann zum Ende des Hauptrennens noch einmal sehr knapp im Kampf um den Sieg. Doch am Ende war es Christopher der jubeln konnte, denn er fuhr tatsächlich zu seinem ersten DSTM-Sieg überhaupt! Elmar kam knapp dahinter auf dem zweiten Platz ins Ziel und Tobias und Alex folgten knapp dahinter auf den Plätzen vier und fünf; Nils wurde siebter und Thomas musste leider direkt nach dem Startcrash seinen Mercedes abstellen.

Das achte Rennwochenende führte das Feld nur wenige Wochen später nach Bathurst, Australien. Doch dem legendären und überaus anspruchsvollen Mount Panorama Circuit eilte wohl sein Ruf voraus, denn lediglich 30 Fahrer trauten sich, die engen, welligen und ultraschnellen Passagen der rund sieben Kilometer langen Berg- und Talbahn in Angriff zu nehmen. Beim Sprintrennen zeigte dann zunächst Tobi, warum Bathurst zu seinen Paradestrecken gehört: überlegen und dominant entschied er das Rennen für sich. Durch seine jahrelange Erfahrung aus der australischen V8-Supercars-Serie ist ihm die Strecke bestens bekannt. Und so konnte ihn auch im Hauptrennen niemand wirklich dabei gefährden auch hier zum Sieg zu fahren. Mit Alex auf Rang zwei legte das Team RSO Twinturbo dabei einen echten Grundstein für den Saisonerfolg. Deutlich bescheidener lief es für die restlichen RSO-Piloten: durch zahlreiche Unfälle und daraus resultierende Blessuren, waren keine nennenswerten Platzierungen in Reichweite.

Das vorletzte Rennwochenende war für die meisten Fahrer deswegen besonders, weil der Barber Motorsports Park eine recht unbekannte und selten gefahrene Strecke ist. Dachte man in Bathurst noch, es länge an der Schwierigkeit der Strecke, dass plötzlich nur noch wenige Fahrzeuge am Start waren, so brachte Barber Gewissheit, dass dies doch eher von dauerhafter Natur war: lediglich 25 Fahrer standen am Start des Sprintrennens und auch Thomas konnte nicht antreten. Trotz der geringen Starterzahl war es an der Spitze sehr eng und umkämpft. Zunehmend mit dem Blick auf die Gesamtwertung gerichtet, scheute Tobi dieses Mal das letzte Risiko und begnügte sich mit zwei zweiten Plätzen, während die restlichen RSO-Fahrer sich weiter hinten in den Top10 tummelten. Mit Blick auf die Teamwertung wogen zwei späte Rennaufgaben von Nils und Christopher schwer, so kurz vor Ende der Meisterschaft.

Das Saisonfinale auf dem fahrerisch sehr anspruchsvollen Circuit of the Americas im texanischen Austin stand dann jedoch wieder ganz im Zeichen von Rennsport Online: gleich fünf Fahrzeuge in den RSO-Farben qualifizierten sich auf den vorderen sechs Startplätzen und schon nach der ersten Kurve lagen alle fünf direkt hintereinander in Führung; ein großartiges Fotomotiv für das Team! 😉

RSO überall: Auf dem Circuit of the Americas bot sich den Fotografen ein wundervolles Motiv...

...gleich zu Beginn des Rennens fuhren fünf RSO'ler auf den ersten fünf Plätzen!

Da es für die meisten Piloten im Feld nicht mehr möglich war, nennenswerte Verbesserungen im Gesamtklassement zu erzielen, wurden die beiden Rennen zum Brüderkampf. Doch auch Alex hatte - insbesondere angesichts der bisherigen Saisonleistungen von Tobi - nur noch rechnerische Chancen auf den Fahrertitel. Zwei Ausfälle in beiden Rennen wären nötig gewesen, damit er noch realistische Chancen auf den Gesamtsieg gehabt hätte. Enger ging es hingegen im Kampf um Rang drei zu: nur wenige Punkte trennten Christopher von Elmar, weshalb es für das Hauptrennen noch mehr Spannung brachte, dass Elmar im Sprintrennen auf Rang drei vor Christopher landete und Tobi das Sprintrennen vor seinem Bruder für sich entscheiden konnte. Im folgenden Sprintrennen suchte Alex dann die Flucht nach vorn und enteilte bereits früh im Rennen uneinholbar und sicherte sich den letzten Sieg der Saison. Durch den dritten Rang von Tobi, sicherte sich dieser jedoch am Ende ungefährdet den Fahrertitel in der DSTM 2017 sowie gemeinsam mit seinem Bruder auch den Gesamtsieg in der Teamwertung. Während Elmar im Hauptrennen einen starken zweiten Platz einfahren konnte, musste Christopher am Ende richtig kämpfen, doch konnte er durch seinen fünften Rang knappe drei Punkte Vorsprung in der Fahrerwertung retten und beendete die Saison damit als best of the rest hinter den beiden Flying Twins!

Gesamtsieg: Nach zehn abwechslungsreichen und Spannenden Rennwochenenden sicherte sich Tobi den Fahrertitel für Rennsport Online!

RSO-Dominanz in der DSTM: Wie geht es weiter?

Nach einer am Ende der Saison überlegenen RSO-Vorstellung wird es spannend sein, wie sich die Serie weiterentwickelt. Viele Topteams und Herausforderer haben sich über die Saison hinweg aus der Serie zurückgezogen und die schwachen Starterzahlen gegen Ende der Saison sind schade für eine eigentlich packende Serie, die nicht nur viel Abwechslung bietet sondern durch die unterschiedlichen Rennformate und die umgekehrte Startreihenfolge zudem auch für reichlich extern-initiierte Spannung für die Zuschauer sorgt. Dass es am Ende vor allem das Duell Rennsport Online gegen Team Heusinkveld war, welches für die Spannung sorgte, zeigt auch, wie wichtig es für die Serie sein wird, dass zum Saisonstart der zweiten Saison 2017 wieder einige Topteams und -fahrer für die DSTM gewonnen werden können, denn wie heißt es so schön? Konkurrenz belebt das Geschäft!

#goRSO

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